Liebe Vermieterinnen und Vermieter, die kurze Antwort auf die Frage, wie es um die Ferienvermietung auf Amrum steht, lautet: 2025 leicht im Minus, 2026 auf ähnlichem Niveau bei stabilen Preisen, und für 2027 liegt zum Stichtag 29. September deutlich mehr im Buch als vor einem Jahr. Dazwischen stecken Details, die für Ihre Wohnung wichtiger sind als die Jahressumme. Der August ist praktisch ausgebucht, der Winter praktisch leer. Gäste buchen den Sommer fünf Monate im Voraus und den Herbst innerhalb weniger Wochen. Und die Unterschiede zwischen den einzelnen Objekten sind größer als die Unterschiede zwischen den Jahren. Für diesen Marktreport haben wir die amtlichen Zahlen und die Gästebefragung der AmrumTouristik mit einer anonymisierten Auswertung von rund 130 Objekten zusammengeführt, die das Amrum Appartement Centrum betreut. Alle AAC-Werte sind Anteile, Mediane oder Veränderungsraten, damit sie vergleichbar bleiben, ohne dass einzelne Wohnungen erkennbar werden.

2025: leichter Rückgang, aber nicht überall
Die AmrumTouristik hat für 2025 gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 3,36 Prozent bei den Ankünften und 3,52 Prozent bei den Übernachtungen ausgewiesen. Bis Ende Oktober waren es 128.381 Gäste und 1.167.259 Übernachtungen, gezählt über das Meldescheinsystem. Ein Teil des Minus ist kein Nachfrageproblem, sondern ein Angebotsproblem: Vermietungsverbote, vor allem in der Gemeinde Nebel, und Renovierungen wie an der Alten Post in Wittdün haben die Bettenzahl verringert. Wer die Hintergründe dazu sucht, findet sie in unserem Beitrag zu Vermietungsgenehmigung und Nutzungsänderung auf Amrum.
Im Vergleich der Nordseeorte steht Amrum dabei nicht schlecht da. Das Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein weist für die gewerblichen Übernachtungen von Januar bis November 2025 bei Sylt ein Plus von 1,5 Prozent aus, bei Amrum ein Minus von 0,2 Prozent, bei Sankt Peter-Ording ein Minus von 2,8 Prozent und bei Büsum ein Minus von 0,1 Prozent. Gewerblich heißt hier: Betriebe mit mehr als zehn Betten. Die Meldescheinzahlen der AmrumTouristik erfassen dagegen auch die vielen kleinen Vermieter, deshalb fallen die beiden Amrum-Werte unterschiedlich aus.
Im AAC-Portfolio sah 2025 stabil aus. Die Zahl der festen Gastbuchungen lag vier Prozent über 2024, die Zahl der Übernachtungen ebenfalls gut vier Prozent darüber, bei etwas mehr aktiven Objekten. Der Median-Nachtpreis stieg im selben Zeitraum um knapp drei Prozent.
2026: Nordsee im leichten Minus, Amrum hält das Niveau
Schleswig-Holstein hat im ersten Halbjahr 2026 mit 4,28 Millionen Gästen und 15,8 Millionen Übernachtungen erneut ein Rekordhalbjahr gemeldet. Die Nordsee war daran nicht beteiligt: 5,22 Millionen Übernachtungen bedeuteten ein Minus von 1,0 Prozent, während die Ostsee um 1,0 Prozent zulegte. Die Gemeinde Sylt kam auf rund 1,4 Millionen Übernachtungen und ein Plus von 1,3 Prozent, Wyk auf Föhr verlor 6,3 Prozent, Sankt Peter-Ording 3,6 Prozent. Kurz vor den Sommerferien meldete die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein für Amrum eine Belegung von rund 96 Prozent der Unterkünfte zwischen dem 20. Juli und dem 19. August, knapp auf Vorjahresniveau.
Die Sommerbilanz der Nordsee-Tourismus-Service GmbH vom 24. September 2026 fasst die Saison so zusammen: solide, aber herausfordernd, mit einer etwas schwächeren Auslastung als im Vorjahr. Die Nachfrage sei da, die Gäste entschieden jedoch preisbewusster und kurzfristiger und überlegten genauer, was sie vor Ort für Restaurants und Freizeit ausgeben.
Unsere eigenen Zahlen bestätigen das Bild. Für Anreisen von Januar bis September 2026 lagen bei den 134 Objekten, die in beiden Jahren durchgehend vermietet wurden, die Buchungen gut sieben Prozent und die Übernachtungen vier Prozent unter dem Vorjahr. Der Median-Nachtpreis stieg um zwei Prozent, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 9,0 auf 9,3 Nächte. Weniger, aber längere Buchungen zu leicht höheren Preisen: Das ist kein Einbruch, sondern eine Verschiebung.
Die Saisonkurve: Was rund 130 Objekte im Jahresverlauf leisten
Die Jahresauslastung ist für Vermieter eine wenig hilfreiche Zahl, weil sie August und Januar in einen Topf wirft. Deshalb hier die Netto-Auslastung 2025 nach Monaten, gerechnet für 129 Objekte, die das ganze Jahr über aktiv waren. Netto heißt: Sperrzeiten und Eigennutzung sind aus den verfügbaren Nächten herausgerechnet, es zählt nur, was tatsächlich vermietbar war.
| Monat | Netto-Auslastung 2025 |
|---|---|
| Januar | 12 % |
| Februar | 11 % |
| März | 23 % |
| April | 54 % |
| Mai | 68 % |
| Juni | 83 % |
| Juli | 90 % |
| August | 97 % |
| September | 79 % |
| Oktober | 56 % |
| November | 12 % |
| Dezember | 22 % |
Über das Jahr ergibt das netto 53 Prozent, brutto, also ohne Herausrechnung der Sperrzeiten, 47 Prozent. Zum Vergleich: Der Lodgify-Branchenreport nennt für den deutschen Ferienwohnungsmarkt 2025 eine Belegung von rund 53 Prozent, der Deutsche Ferienhausverband weist für das gesamte deutsche Inventar im nachfragestärksten Monat August 39 Prozent aus. Amrum liegt in der Saison also weit über dem Bundesschnitt und zahlt dafür im Winter.
Von Juni bis September fallen 59 Prozent aller Übernachtungen an, von November bis Februar 8 Prozent. Das ist die wichtigste Zahl dieses Berichts, wenn Sie über Ihre Wirtschaftlichkeit nachdenken: Vier Monate tragen sechs Zehntel des Jahres. Wie sich Schultermonate und Winter dennoch besser nutzen lassen, haben wir im Beitrag zur Auslastung in der Nebensaison auf Amrum beschrieben.
Ebenso wichtig ist die Spreizung zwischen den Objekten. Die Hälfte der Wohnungen erreicht netto mindestens 52 Prozent, das obere Viertel mehr als 63 Prozent, das obere Zehntel über 72 Prozent. Am anderen Ende liegt ein Sechstel der Objekte unter 40 Prozent. Lage, Ausstattung, Größe und Preis erklären diese Unterschiede nach unserer Erfahrung weit besser als das Wetter des jeweiligen Jahres.
Aufenthaltsdauer: die klassische Woche verliert
Amrum-Gäste bleiben lang. Im AAC-Portfolio lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 2025 bei 8,8 Nächten, der Median bei sieben. Die Gästebefragung der AmrumTouristik kommt für die ganze Insel auf noch längere Werte: 55 Prozent der Befragten blieben länger als zehn Tage, 37 Prozent 14 Nächte und mehr. Der Unterschied erklärt sich zum Teil durch Privatvermieter mit sehr treuen Stammgästen und durch Zweitwohnungen, die in Agenturdaten nicht auftauchen.
Innerhalb der Verteilung tut sich etwas. Der Anteil der Buchungen mit genau sieben Nächten ist seit 2022 von 33 auf 25 Prozent gesunken, der Anteil mit vier bis sechs Nächten von 18 auf 25 Prozent gestiegen. Kurzaufenthalte bis drei Nächte liegen bei sieben Prozent, 14-Nächte-Buchungen bei elf Prozent. Wer außerhalb der Ferienzeiten noch mit starren Samstag-zu-Samstag-Wochen arbeitet, verliert spürbar Anfragen. Beim Anreisetag bleibt der Samstag mit 33 Prozent führend, gefolgt vom Sonntag mit 22, dem Montag mit 13 und dem Freitag mit 11 Prozent. In der Nebensaison verteilen sich die Anreisen deutlich gleichmäßiger über die Woche als im Juli und August.
Buchungsvorlauf: fünf Monate für den Sommer, fünf Wochen für den Herbst
Gegen den bundesweiten Trend zur Kurzfristigkeit buchen Amrum-Gäste eher früher als später. Der Median-Vorlauf zwischen Buchung und Anreise stieg im AAC-Portfolio von 109 Tagen im Jahr 2022 auf rund 140 Tage im Jahr 2025, der Anteil der Buchungen mit mehr als einem Jahr Vorlauf von sieben auf zehn Prozent. Holidu nennt für die Nordsee einen durchschnittlichen Vorlauf von 142 Tagen, also fast denselben Wert.
Die Kurzfristigkeit, über die Touristiker klagen, findet auf Amrum in der Nebensaison statt. Für Anreisen im August wurden 2025 nur fünf Prozent der Buchungen innerhalb der letzten 30 Tage getätigt, für Oktober 36 Prozent, für November 40 Prozent und für Februar 36 Prozent. Der Median-Vorlauf für den August lag bei 220 Tagen, für den November bei 46. Praktisch heißt das: Der Sommer ist bis zum Frühjahr entschieden, der Herbst wird im Herbst gebucht, meist mit Blick auf den Wetterbericht. Wer im Oktober noch Lücken hat, braucht keine Geduld, sondern Sichtbarkeit und einen Preis, der zum Wetter passt.
Ein Punkt, der viele Vermieter beschäftigt, lässt sich mit den Daten entschärfen: Die Sorge, kurzfristigere Gäste sprängen auch häufiger ab, bestätigt sich nicht. Rechnet man nur Buchungen, für die bereits eine Anzahlung geleistet wurde, wurden 2023 bis 2026 pro Jahr zwei bis dreieinhalb Prozent der festen Buchungen storniert. Selbst wenn man alle länger als zwei Wochen offen gehaltenen Vorgänge dazurechnet, bleibt es bei höchstens zwölf Prozent.
Wer bucht: Paare, Familien, Wiederkehrer
Bei 59 Prozent der AAC-Buchungen 2025 reisten zwei Personen, 14 Prozent kamen von Alleinreisenden, 23 Prozent von Gruppen mit drei oder vier Personen. Kinder waren bei 21 Prozent der Buchungen dabei, ein Hund bei 6 Prozent. Die Gäste kommen zu 20 Prozent aus Nordrhein-Westfalen, zu 15 Prozent aus Hamburg, zu 14 Prozent aus Niedersachsen und Bremen und zu 13 Prozent aus Schleswig-Holstein; Baden-Württemberg und Bayern folgen mit 12 und 10 Prozent. Gäste aus der Schweiz und Österreich machen zusammen vier Prozent aus.
Die Gästebefragung der AmrumTouristik ergänzt das Alter: Der Durchschnitt der Befragten lag bei 59 Jahren, rund 30 Prozent waren älter als 65, nur vier Prozent jünger als 35. Für Sie als Vermieter ist das keine Randnotiz, sondern eine Ausstattungsfrage, denn genau diese Gäste wünschten sich in den Kommentaren Modernisierung und mehr Barrierefreiheit.
Zur Stammgastquote gibt es zwei Zahlen, die sich nicht widersprechen. Inselweit gaben 78 Prozent der Befragten an, mindestens zum vierten Mal auf Amrum zu sein. Im AAC-Portfolio, in dem sich Gäste seit 2020 nachvollziehen lassen, kamen 29 Prozent der Buchungen 2025 von Gästen mit einer früheren Buchung über uns, 2026 bereits 33 Prozent; 19 Prozent buchten erneut dieselbe Wohnung. Was Wiederkehrer für Ihre Kalkulation bedeuten und wie Sie sie halten, steht im Beitrag über Stammgäste auf Amrum.
Preise: zwölf Prozent in drei Jahren, und die Grenze ist erreicht
Der Median-Nachtpreis über alle AAC-Buchungen lag 2025 bei 145 Euro, 2022 waren es 130 Euro, ein Plus von zwölf Prozent in drei Jahren. Im Juli und August liegt der Median bei 157 bis 158 Euro, im November bei 111 und im März bei 117 Euro. Nach Ort sortiert liegt Nebel mit 153 Euro vorn, Norddorf folgt mit 150, Wittdün mit 143 und Süddorf mit 138 Euro, wobei Objektgröße und Ausstattung hier vermutlich mindestens so viel erklären wie die Adresse.
Zur Einordnung: Holidu ermittelte für die Hochsaison 2026 einen Durchschnittspreis von 233 Euro pro Nacht an der Nordsee und 349 Euro auf Sylt, allerdings gerechnet über Wohnungen und Häuser für zwei bis acht Personen. Amrum bewegt sich mit überwiegend kleineren Einheiten darunter, und das ist auch gut so. Die Gästebefragung 2025 gab dem Preis-Leistungs-Verhältnis der Insel die Schulnote 3, dem der Gastronomie ebenfalls 3, dem der Unterkünfte immerhin 2,3. Dazu kommt der Appell der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Preisanpassungen sensibel abzuwägen und Frühbucherrabatte anzubieten. In der Holidu-Auswertung für Nord- und Ostsee wollten 63 Prozent der befragten Gastgeber ihre Preise 2026 stabil halten, obwohl 81 Prozent derjenigen, die erhöhen, steigende Kosten für Energie, Reinigung und Instandhaltung nannten. Wie Sie Preise nach Saison und Nachfrage steuern, statt pauschal zu erhöhen, zeigt unser Beitrag zu Preisgestaltung und Dynamic Pricing auf Amrum.
Vertriebskanäle in Kürze
Über die AAC-Homepage einschließlich des Eigentümerportals kamen 2025 37 Prozent der festen Buchungen zustande, 17 Prozent über Telefon, persönliche Anfrage und Büro, 21 Prozent über booking.com, 9 Prozent über Holidu, der Rest über FeWo-direkt, HomeToGo, amrum.de und Travanto. Direkt, also ohne Portal, wurden damit 54 Prozent der Buchungen abgeschlossen. Nach Übernachtungen gerechnet sind es sogar 61 Prozent, weil Direktbucher länger bleiben: Telefonisch oder persönlich gebuchte Aufenthalte dauern im Median zehn Nächte und werden rund neun Monate im Voraus vereinbart, Portalbuchungen dauern sieben Nächte und kommen zweieinhalb bis vier Monate vor Anreise. Dem Vertriebsmix, den Provisionen und der Frage, warum Portalpreise über den Homepagepreisen liegen, widmen wir einen eigenen Beitrag in dieser Reihe.
Buchungsstand 2027: die gute Nachricht
Der Urlaubsplanungsindex des Deutschen Instituts für Tourismusforschung liegt für September bis November 2026 bei 81 Punkten, nach 100 im Herbst 2025; nur noch 55 statt 61 Prozent der Deutschen planen in diesen Monaten eine Urlaubsreise. Auf Amrum sieht das Auftragsbuch anders aus. Zum 29. September 2026 lagen für Oktober bis März fünf Prozent mehr Übernachtungen im Buch als zum gleichen Stichtag des Vorjahres. Für den Sommer 2027 sind es 16 Prozent mehr, als vor einem Jahr für den Sommer 2026 vorlagen, für das gesamte Jahr 2027 ebenfalls rund 16 Prozent mehr.
Das passt zur Holidu-Befragung vom Februar 2026, in der 91 Prozent der Küstenvermieter von stabiler oder steigender Belegung ausgingen, und zu den langen Vorläufen, die Amrum-Gäste ohnehin pflegen. Eine Garantie ist das nicht, aber ein Vorsprung, den man nutzen sollte, etwa mit früh veröffentlichten Preisen und Belegungsplänen für die Brückentage 2027, die Gäste nach unserer Erfahrung bereits im Herbst des Vorjahres planen.
Was das für Ihre Wohnung bedeutet
Aus den Zahlen ergeben sich fünf Konsequenzen, die Sie ohne großen Aufwand umsetzen können.
Erstens: Legen Sie Eigennutzung und Sperrzeiten in den Winter. Eine eigene Woche im Mai kostet Sie im Schnitt gut zwei Drittel einer vermietbaren Woche, im Januar ein Achtel. Wer die Wohnung im Februar selbst nutzt und im Mai freigibt, gewinnt ohne einen Euro Investition.
Zweitens: Senken Sie den Mindestaufenthalt außerhalb der Schulferien auf vier oder fünf Nächte und lassen Sie Anreisen an allen Wochentagen zu. Ein Viertel der Buchungen liegt heute zwischen vier und sechs Nächten, und diese Gäste suchen im Herbst mit kurzem Vorlauf.
Drittens: Legen Sie Ihre Preise für 2027 jetzt fest und veröffentlichen Sie sie, moderat und mit einem klaren Frühbuchervorteil. Der Buchungsstand zeigt, dass die Gäste bereit sind, wenn das Angebot da ist. Wer erst im Frühjahr Preise einstellt, überlässt die früh entschlossenen Gäste anderen.
Viertens: Denken Sie den Herbst kurzfristig. Zwischen Oktober und März kommt jede dritte Buchung innerhalb von 30 Tagen. Dafür braucht die Wohnung in diesen Wochen Sichtbarkeit auf Homepage und Portalen und einen Preis, der einen Wetterfenster-Urlaub attraktiv macht.
Fünftens: Investieren Sie dort, wo Ihre Gäste es sich wünschen. Bei einem Durchschnittsalter von 59 Jahren sind bequeme Betten, ein modernes Bad, stabiles WLAN und möglichst wenige Stufen keine Extras, sondern der Unterschied zwischen dem oberen und dem unteren Viertel der Auslastung. Was sich im Herbst am besten erledigen lässt, steht im Herbst-Fahrplan zur Instandhaltung.
Wer tiefer einsteigen will, findet die Rechenlogik hinter Auslastung, Preisen und Kanälen ausführlich im Handbuch „Ferienwohnung auf Amrum“ von Holger Witt, das 2026 erschienen ist und auf 568 Seiten alle Bereiche der Vermietung auf der Insel behandelt, erhältlich als gedruckte Ausgabe bei Amazon.
Weiterlesen für Vermieter
Wenn Sie Ihre eigene Wohnung an diesen Zahlen messen wollen, lohnt ein Blick auf drei Beiträge, die einzelne Stellschrauben vertiefen. Der Vergleich Ferienwohnung selbst vermarkten oder über Agentur? erklärt, wie sich Reichweite, Provision und Aufwand gegeneinander rechnen. Wer zwischen Ferien- und Dauervermietung schwankt, findet im Beitrag Ferienvermietung oder Dauervermietung auf Amrum die Kostenseite, die in diesem Report nur am Rand vorkommt. Und die aktuellen Abgaben, die jede Kalkulation berühren, stehen im Überblick zur Tourismusabgabe Föhr-Amrum 2026. Wer die eigenen Zahlen mit dem Portfolio vergleichen möchte, kann das im Gespräch mit uns tun; der Eigentümerservice ist dafür der richtige Einstieg.
FAQ – Häufige Fragen zur Ferienvermietung auf Amrum in Zahlen
Wie hoch ist die Auslastung einer Ferienwohnung auf Amrum?
Im AAC-Portfolio lag die Netto-Auslastung 2025 über das Jahr bei 53 Prozent, ohne Herausrechnung von Sperrzeiten bei 47 Prozent. Im August waren es 97 Prozent, im Juli 90, im Juni 83 und im September 79 Prozent, im Januar, Februar und November dagegen nur 11 bis 12 Prozent.
Wie haben sich die Übernachtungen auf Amrum 2025 entwickelt?
Nach Angaben der AmrumTouristik gingen die Übernachtungen gegenüber 2024 um 3,52 Prozent zurück, die Ankünfte um 3,36 Prozent. Ein Teil davon geht auf eine geringere Bettenzahl durch Vermietungsverbote und Renovierungen zurück. Bei den gewerblichen Betrieben lag Amrum laut Sparkassen-Tourismusbarometer nur 0,2 Prozent unter dem Vorjahr.
Wie ist der Sommer 2026 an der Nordsee gelaufen?
Die Nordsee-Tourismus-Service GmbH spricht von einer soliden, aber etwas schwächeren Saison als 2025, mit preisbewussteren und kurzfristiger entscheidenden Gästen. Im ersten Halbjahr lag die Nordsee Schleswig-Holstein bei den Übernachtungen ein Prozent unter dem Vorjahr, die Gemeinde Sylt legte 1,3 Prozent zu. Für Amrum wurden in der Kernferienzeit rund 96 Prozent belegte Unterkünfte gemeldet.
Wie lange bleiben Gäste auf Amrum?
Im AAC-Portfolio im Schnitt 8,8 Nächte, der Median liegt bei sieben. Inselweit gaben in der Gästebefragung 2025 55 Prozent an, länger als zehn Tage zu bleiben, 37 Prozent sogar 14 Nächte oder mehr.
Wie weit im Voraus buchen Amrum-Gäste?
Der Median-Vorlauf liegt bei rund 140 Tagen und ist seit 2022 gestiegen. Für Anreisen im August beträgt er 220 Tage, für den November 46 Tage. Kurzfristig gebucht wird vor allem zwischen Oktober und März.
Wie hoch ist die Stornoquote bei Ferienwohnungen auf Amrum?
Bei Buchungen mit geleisteter Anzahlung wurden 2023 bis 2026 pro Jahr zwei bis dreieinhalb Prozent storniert. Abgelaufene Angebote und Optionen sind dabei nicht mitgezählt, weil sie keine Buchungen waren.
Was kostet eine Nacht in einer Ferienwohnung auf Amrum?
Der Median-Nachtpreis über alle AAC-Buchungen lag 2025 bei 145 Euro, in der Hochsaison bei 157 bis 158 Euro und im November bei 111 Euro. Seit 2022 sind die Preise um rund zwölf Prozent gestiegen.
Welche Anreisetage sind auf Amrum üblich?
Samstag mit 33 Prozent, Sonntag mit 22, Montag mit 13 und Freitag mit 11 Prozent. Im Juli und August konzentrieren sich die Anreisen stärker auf das Wochenende, in der Nebensaison verteilen sie sich gleichmäßiger.
Woher kommen die Amrum-Gäste?
Aus Nordrhein-Westfalen 20 Prozent, aus Hamburg 15, aus Niedersachsen und Bremen 14, aus Schleswig-Holstein 13, aus Baden-Württemberg 12 und aus Bayern 10 Prozent. Schweiz und Österreich stellen zusammen vier Prozent. 59 Prozent der Buchungen sind für zwei Personen, bei 21 Prozent reisen Kinder mit.
Wie alt sind die Gäste auf Amrum?
Die Gästebefragung der AmrumTouristik 2025 nennt ein Durchschnittsalter von 59 Jahren. Rund 30 Prozent der Befragten waren älter als 65, nur vier Prozent jünger als 35.
Wie sieht der Buchungsstand für 2027 aus?
Zum 29. September 2026 lagen für das Jahr 2027 rund 16 Prozent mehr Übernachtungen im Buch als ein Jahr zuvor für 2026, für den Sommer 2027 ebenfalls 16 Prozent mehr. Für die Nebensaison Oktober bis März waren es fünf Prozent mehr als im Vorjahr.
Wie wurden die AAC-Zahlen in diesem Report ermittelt?
Ausgewertet wurden ausschließlich feste Gastbuchungen, ohne Eigennutzung, Angebote und Optionen. Die Netto-Auslastung rechnet Sperrzeiten aus den verfügbaren Nächten heraus. Stichtag ist der 29. September 2026. Veröffentlicht werden nur Anteile, Mediane und Veränderungsraten, keine absoluten Buchungs- oder Umsatzzahlen.
Ihre Wohnung im Vergleich
Die Zahlen dieses Reports beschreiben ein Portfolio, keine einzelne Wohnung. Ob Ihre Wohnung im oberen oder unteren Viertel liegt, hängt an Entscheidungen, die Sie selbst treffen: Sperrzeiten, Mindestaufenthalt, Preise, Ausstattung und Sichtbarkeit. Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Wohnung steht und welche der fünf Konsequenzen für sie den größten Unterschied macht, sprechen Sie uns an. Auf www.amrum-appartements.de finden Sie den Eigentümerservice des Amrum Appartement Centrums mit allen Leistungen von der Vermarktung bis zur Abrechnung, und wir aktualisieren diesen Report jedes Jahr im Herbst.
Quellen und weiterführende Informationen
- AmrumTouristik AöR, Touristischer Rückblick 2025 und Gästebefragung 2025 (1.778 Antworten), berichtet auf amrum-news.de am 6. Januar 2026
- Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein, Auswertung für Sylt, Sylt Marketing GmbH und dwif, 3. Februar 2026
- Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH, Halbjahresbilanz Tourismus 2026 (Pressemitteilung vom 3. September 2026); regionale Übernachtungszahlen nach Angaben des Statistischen Amts für Hamburg und Schleswig-Holstein
- Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Sommerbilanz Nordsee Schleswig-Holstein, 24. September 2026
- Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, Buchungslage Sommerferien 2026, dpa-Meldung vom 30. Juni 2026
- Deutsches Institut für Tourismusforschung und Deutscher Tourismusverband, Urlaubsplanungsindex Herbst 2026
- Holidu, Ferienhaustrends Nord- und Ostsee 2026 (Befragung von 1.023 Vermietern, Februar 2026)
- Lodgify, Branchenreport Ferienwohnungsmarkt Deutschland 2026
- Deutscher Ferienhausverband und Statista, Der Ferienhausmarkt in Deutschland, 2024
- Amrum Appartement Centrum, anonymisierte Auswertung der Buchungsdaten 2020 bis 2026, Stichtag 29. September 2026