Nebel (Ortsbeschreibung)

Ungefähr in der Inselmitte findet sich, an der ostwärts zum Wattenmeer gelegenen Seite des Amrumer Geestrückens, das wunderschöne idyllisch und auf den ersten Blick verschlafen wirkende Inseldorf Nebel mit seinem historischen Ortskern. Ob es an dem Ortsnamen liegt (lesen Sie doch NEBEL einmal rückwärts) oder an der besonderen Lage, vermag nur der Betrachter vor Ort selbst zu entscheiden, jedenfalls findet hier in der Hauptsaison ein emsiges Treiben, insbesondere im Ortskern von Nebel mit seinen reetgedeckten Häusern aus dem 18. Und 19. Jahrhundert und den nicht asphaltierten Dorfgassen statt.

Nahe der weißen St. Clemens Kirche Richtung Wattenmeer gelegen befindet sich das „Haus des Gastes“ in St. Clemens Kirchedessen Nähe sich ein überschaubarer Kinderspielplatz und verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten für Urlauber finden. Unter dem Blätterdach des im parkähnlich angelegten Gartens laden Bänke und Ruheliegen zum Verweilen ein. Die schöne alte Inselkirche liegt inmitten des alten Friedhofes in Nebel, zu dessen Besonderheiten die zahlreichen „sprechenden Grabsteine“ zählen, auf denen die Lebensgeschichten der Verblichenen geschrieben stehen. Der sonntägliche Gottesdienst der evangelischen St. Clemens Kirche ist von Einheimischen und Gästen stets gut besucht und findet um 10:00 Uhr statt. Westerheide nennt sich der westliche Teil von Nebel, der nach Ende des zweiten Weltkrieges entstand. Auch in Nebel gab es einst einen Bahnhof der alten Amrumer Inselbahn, woran heute nur der „Insel Paul“ die in Nebel „stationierte“ blau weiße Ausflugsbahn mit der tägliche Rundfahrten über die Insel durchgeführt werden, erinnert. Nach den Inseldörfern Norddorf und Süddorf war Nebel zu Beginn des 16. Jahrhunderts das dritte Inseldorf auf Amrum. Wie vermutet wird, leitet sich der Name Nebel wohl von den Worten nei (für neu) und bel (beruhend auf dem dänischen Begriff boli – für Siedlung) ab. Später, ab dem 27.07.1871 gab es nur noch eine einzige Gemeinde Amrums, die für die gesamte Insel zuständig war. Nebeler StrandSpäter, im Jahr 1912 bildete sich aus dem südlichen Teil der Insel die Gemeinde Wittdün und 1925 die im Norden gelegene Gemeinde Norddorf. Die verbliebene Restgemeinde nannte sich seit 1926 dann Nebel. In Nebel befindet sich die mittlerweile einzige Poststelle der Insel, nachdem die Postfiliale in Wittdün geschlossen und ein Nachfolger bisher nicht gefunden wurde. Neben dem Bedarf an Versandutensilien bietet sich hier die Gelegenheit, aus dem gut aufgestellten Weinsortiment zu wählen und sich eine Ruhepause zu gönnen (Weinberatung inclusive). Der Nebeler Strand ist als einziger Strandzugang auf Amrum ganzjährig nicht nur per Pedes sondern auch mit dem Pkw erreichbar, kostenfreie Parkplätze stehen dort zur Verfügung, ebenso ein Hunde- und FKK-Strandabschnitt.